Offenbar wieder ein Nazikonzert geplant

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In Hamburg ist für den 25. November 2006 offenbar ein Nazi-Konzert geplant, laut verschiedenen Quellen soll dieses - wie auch schon vor einem Jahr - in einem klassischen linken Umfeld stattfinden. Damit solle eine besonders große Provokation erreicht werden. Offenbar bereiten die Veranstalter aus der Neonazi-Szene das Konzert genau vor - inklusive Ablenkungsmanöver. So erhielt ein überraschtes DGB-Mitglied von der Polizei Besuch, da angeblich im DGB-Gebäude am Besenbinderhof ein Nazi-Konzert angemeldet worden sei. Der DGB wusste aber nichts davon.

Vor etwa einem Jahr hatte der Neonazi Torsten Klebe seinen Geburtstag am Nobistor mit etwa 300 Gästen und mehreren Nazi-Bands am Nobistor in St. Pauli gefeiert. Die Polizei weigerte sich, das illegale Konzert zu beenden, obwohl dieses nicht angemeldet war, die Vermieterin den Mietvertrag (für eine Geburtstagsfeier) bereits wieder gekündigt hatte und die Neonazis immer wieder Hitler-Grüße gezeigt hatten.

In der vergangenen Woche sorgten etwa 20 Hamburger Neonazis für Schlagzeilen, als sie sich gewaltsam Zutritt zu einer DGB-Veranstaltung zum Thema Rechtsextremismus verschaffen wollten. Die Polizei weigerte sich, die Neonazis von dem Veranstaltungsort fern zu halten, so dass das Informations-Treffen schließlich abgebrochen werden musste.

Neue Strategie der NPD in Hamburg
Seit Anja Zysk neue Landesvorsitzende der Partei in Hamburg ist, arbeitet die NPD eng mit Neonazis aus Hamburg und dem Umland zusammen. Unter anderem ist Zysk mehrmals mit Neonazi-Kadern auf Aktionen aufgetreten, beispielsweise mit Christian Worch und Alexander Hohensee in Göttingen. Auch der Inhaber des mittlerweile geschlossenen Geschäfts Odin+Freya in der Talstraße auf St. Pauli, Volker Fuchs, war bei Aktionen von NPD und “Freien Kameradschaften” dabei. Fuchs hatte immer wieder Anwohner bedroht und auch angegriffen, außerdem kam es zu Ruhestörungen. Am 01. April 2006 war sein Geschäft Treffpunkt für Neonazis aus Chemnitz, die das Spiel FC St. Pauli gegen Chemnitzer FC besuchen wollten. Unter “HooNaRa” (”Hooligans-Nazis-Rassisten”)-Rufen griffen die Neonazis Passanten an.

Die NPD versucht verstärkt in Hamburg “linke” Stadtteile zu knacken, wie eben St. Pauli oder Eimsbüttel. In Harburg haben die Neonazis bereits Fuß fassen können, dort kommt es regelmäßig zu Aktionen. Am 14. Oktober 2006 wollten Neonazis durch Wandsbek marschieren, tausende Gegendemonstranten verhinderten dies teilweise.

[Dieser Text stammt ursprünglich von: "http://npd-blog.info/"]